FACHWERKHAUS

 
 

FACHWERKHAUS // FACHWERKHAUS

 

Fachwerkhaus

Das Besondere an einem Fachwerkhaus ist die tragende Konstruktion aus Holz. Die Gefache bestehen meist aus Ziegelmauern oder aus einem Holz-Lehm-Verbund. Ein Fachwerkhaus zu bauen, seine zahlreichen Holzteile und Verbindungen perfekt zu planen und zu realisieren, erfordert hohe professionelle Handwerkskunst. Dafür sind aber Fachwerkhäuser hervorragend geeignet, ein optimales Raumklima zu schaffen, sie sind baubiologisch hochwertig und schaffen mit ihren natürlichen Werkstoffen Holz, Ziegel und Lehm eine angenehme Wohnatmosphäre.

 

Das Fachwerkhaus in der Geschichte

 

Die Tradition des Fachwerkbaus geht bis auf das frühgeschichtliche Pfostenhaus zurück. Von der Antike bis ins 19. Jahrhundert war die Pfosten- und später die Fachwerkbauweise beliebt. Im Hochmittelalter wurden besondere Schmuckelemente in die Bauten integriert, sie verkörperten Reichtum und Ansehen des Erbauers und symbolisierten Werte und Wünsche. Andreaskreuze und Sonnenscheiben, Kreuzfriese und Inschriften, Laubstäbe und Heiligenfiguren sollten Segen und Glück bringen.

Erst als im 18. Jahrhundert in vielen Regionen das Holz immer knapper wurde, verteuerte sich das Bauen mit Holzbalken.Massive Gebäude lösten den Fachwerkbau ab. Schon lange ist das Fachwerkhaus wiederentdeckt. Vorzüge wie das angenehme Raumklima, das Wohnen in Naturmaterial und die Möglichkeit zum ökologischen Bauen werden von Bauinteressierten zunehmend geschätzt.


Verbreitung des Fachwerkbaus in Europa

 

Verbreitet war dieser Baustil im gesamten mitteleuropäischen Raum nördlich der Alpen. In Deutschland finden sich noch viele alte Stadtkerne, die ihren Charme ihren kunstvollen Fachwerkhäusern verdanken. Viele unterschiedliche Details bei der Konstruktion und den Verzierungen haben sich entwickelt und sind zu bestaunen. In der Nordostschweiz ist das Fachwerkhaus als Bauernhaus weit verbreitet, in Österreich kommt es dagegen fast nicht vor. In Frankreich finden sich im Elsass und in der Champagne, aber auch in der Normandie zahlreiche Fachwerkbauten. Auch in England gibt es viele mittelalterliche Stadtkerne in Fachwerkbauweise. Einwanderer aus Europa verbreiteten diesen Baustil in den USA, in Australien und in Brasilien.


Wie ist ein Fachwerkhaus konstruiert?

 

Als Skelettbau, der aus Holz gefertigt und anschließend mit Ziegeln oder anderen Materialien ausgefüllt wird, war das Fachwerkhaus schon seit Jahrhunderten entweder als Firstsäulenbau oder als Vierständerhaus angelegt. Die tragenden Pfosten werden als Ständer bezeichnet, die quer verlaufenden Balken, die stabilisierend wirken, werden Riegel genannt. Die schräg verlaufenden Holzteile sind als Streben meist symmetrisch angeordnet. Sie dienen beim Fachwerkbau dazu, dass Windkräfte, die von der Seite auf das Haus treffen, abgefangen werden können.

 

Fachwerkhäuser verbinden Tradition mit modernem Komfort

 

Die Fachwerkhäuser der Gegenwart sind für alle, denen ökologisches Bauen ein Anliegen ist, die Häuser der Wahl. Sie werden größtenteils aus natürlichem Material hergestellt, ermöglichen naturnahes Wohnen und erfüllen beim Wohnkomfort höchste Ansprüche. Ein zeitgemäßer Standard und gleichzeitig ein in Jahrhunderten bewährter Wohnstil ist beim Fachwerkhaus Neubau möglich.